Ende September weiß man morgens oft nicht mehr so recht, was man anziehen soll. Auf dem Weg nach draußen ist es kühl genug für eine Jacke, mittags ärgert man sich über genau diese Jacke und abends sitzt man plötzlich mit einer Decke auf dem Sofa. Im Supermarkt stehen schon Kürbisse, während in der eigenen Tasche noch die Sonnencreme vom letzten Strandtag herumfliegt. Der Herbst schleicht sich meistens eine ganze Weile an, bevor er offiziell beginnt.
Am Mittwoch, den 23. September 2026 um 02:05 Uhr MESZ ist es dann so weit: Die Sonne überquert den Himmelsäquator und auf der Nordhalbkugel beginnt der astronomische Herbst. Tag und Nacht sind rund um diesen Zeitpunkt beinahe gleich lang. Danach werden die Nächte wieder länger als die Tage.
Die meisten von uns werden diesen exakten Moment verschlafen und auch am nächsten Morgen wird die Welt nicht plötzlich völlig anders aussehen. Trotzdem finde ich, dass man diesen Wechsel jedes Jahr spürt. Im Sommer wollte man noch möglichst viel erleben, war ständig irgendwo unterwegs und hatte das Gefühl, den schönen Abend auf keinen Fall drinnen verbringen zu dürfen. Im Herbst wird es wieder vollkommen akzeptabel, um 20 Uhr mit Tee, dicken Socken und einer Serie auf dem Sofa zu sitzen. Ehrlich gesagt hat auch das seinen Reiz.
Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist dieser kurze Punkt dazwischen. Der Sommer ist vorbei, aber der Winter noch weit weg. Und genau deshalb passt dieser Tag so gut, um einmal nicht sofort nach vorne zu schauen, sondern sich zu fragen, was die vergangenen Monate eigentlich mit einem gemacht haben.
In diesem Artikel:
Quick Facts · Was macht die Tagundnachtgleiche besonders? · Mabon: das Fest der zweiten Ernte · Die Sonne tritt in die Waage · Der Mond zur Tagundnachtgleiche · Welche Themen jetzt auftauchen · Mabon-Ritual · Affirmationen · Kristalle · Fazit · FAQ
Quick Facts zur Herbst-Tagundnachtgleiche 2026
| Zeitpunkt | Mittwoch, 23.09.2026 um 02:05 Uhr MESZ |
| Bedeutung | Astronomischer Herbstbeginn und beinahe gleich lange Tage und Nächte |
| Astrologisch | Die Sonne wechselt in das Zeichen Waage |
| Mondphase | Zunehmender Mond auf dem Weg zum Vollmond |
| Nächster Vollmond | Vollmond im Widder am 26.09.2026 um 18:49 Uhr MESZ |
| Jahreskreisfest | Mabon, ein modernes Fest der Ernte und Dankbarkeit |
| Themen | Balance, Dankbarkeit, Ernte, Übergang und Loslassen |
| Kristalle | Bernstein, Citrin, Rauchquarz, Moosachat und Lapislazuli |
Das ist der Himmel, der für alle gleich ist. Wo der Mond bei deiner eigenen Geburt stand, ist eine ganz andere Frage und meistens die spannendere. Hier findest du dein Mondzeichen heraus.
Was passiert bei der Herbst-Tagundnachtgleiche?
Zweimal im Jahr überquert die Sonne den Himmelsäquator. Einmal im März und einmal im September. Zur Herbst-Tagundnachtgleiche wandert sie von der Nordhalbkugel auf die Südhalbkugel. Bei uns beginnt damit astronomisch der Herbst, während auf der Südhalbkugel der Frühling anfängt.
Der Fachbegriff dafür lautet Äquinoktium und kommt aus dem Lateinischen. Er bedeutet „gleiche Nacht“. Ganz exakt sind Tag und Nacht allerdings nicht überall jeweils zwölf Stunden lang. Das liegt unter anderem daran, dass die Erdatmosphäre das Sonnenlicht bricht und wir dadurch noch etwas von der Sonne sehen, obwohl sie sich streng genommen bereits unter dem Horizont befindet. Der Name darf trotzdem bleiben. „Tag-und-Nacht-sind-fast-gleich-lang-aber-eben-nicht-ganz-Gleiche“ hätte sich vermutlich auch nur schwer durchgesetzt.
Ab jetzt werden die Tage kürzer. Die Sonne geht früher unter und unser Alltag verschiebt sich ganz automatisch. Plötzlich finden Verabredungen nicht mehr am Strand, im Park oder auf der Terrasse statt, sondern wieder häufiger am Küchentisch. Man kocht anders, schläft vielleicht etwas mehr und merkt, wie gut sich ein Abend ohne Pläne anfühlen kann.
Genau deshalb ist die Herbst-Tagundnachtgleiche mehr als ein Datum im Kalender. Sie erinnert uns daran, dass wir nicht das ganze Jahr im gleichen Tempo leben müssen.
Die spirituelle Bedeutung der Herbst-Tagundnachtgleiche
Spirituell wird die Herbst-Tagundnachtgleiche vor allem mit Balance verbunden. Licht und Dunkelheit stehen sich beinahe gleichwertig gegenüber und natürlich liegt es nahe, dieses Bild auf das eigene Leben zu übertragen.
Nur bedeutet Balance im echten Leben selten, dass alles ordentlich zu gleichen Teilen verteilt ist. An einem Tag gibt man mehr, am nächsten braucht man selbst Unterstützung. In manchen Wochen läuft die Arbeit gut, dafür sieht die Wohnung aus, als hätte man spontan beschlossen, alle Schränke gleichzeitig auszuräumen. Und manchmal schafft man es zwar, für jeden anderen da zu sein, merkt aber erst abends, dass man selbst den ganzen Tag kaum einmal in Ruhe gesessen hat.
Das Leben hält sich nicht besonders zuverlässig an eine saubere 50:50-Aufteilung. Entscheidend ist eher, ob du dich in deinem Alltag noch wiederfindest. Gibt es genug von dem, was dir Kraft gibt? Oder bist du seit Wochen hauptsächlich damit beschäftigt, Dinge zu erledigen, Erwartungen zu erfüllen und auf Nachrichten zu antworten, die angeblich alle dringend sind?
Die Tagundnachtgleiche ist ein schöner Anlass, sich diese Verteilung anzuschauen. Nicht, um anschließend einen perfekten Plan mit sieben neuen Routinen aufzustellen. Oft weiß man längst, wo etwas schiefläuft. Man möchte es nur nicht so genau ansehen, weil daraus möglicherweise ein Nein, ein Gespräch oder eine Veränderung entstehen könnte.
Mabon und das Fest der zweiten Ernte
Die Herbst-Tagundnachtgleiche wird in vielen spirituellen Traditionen heute auch Mabon genannt. Dazu möchte ich einen kleinen ehrlichen Einschub machen, weil im Internet häufig steht, Mabon sei ein uraltes keltisches Fest. Das klingt natürlich schön, ist historisch aber nicht ganz richtig.
Der Name Mabon wurde erst in den 1970er-Jahren für das moderne Jahreskreisfest verwendet. Er lehnt sich an Mabon ap Modron an, eine Figur aus der walisischen Mythologie. Mabon ist also keine unverändert überlieferte Feier, die schon vor Tausenden von Jahren genauso stattgefunden hat, wie wir sie heute in Büchern oder auf Instagram sehen.
Trotzdem passt die Idee dahinter wunderbar in diese Jahreszeit. Im modernen Jahreskreis gilt Mabon als das zweite von drei Erntefesten. Es liegt zwischen Lughnasadh im August und Samhain Ende Oktober. Im Mittelpunkt stehen die Ernte, die Dankbarkeit und die Vorbereitung auf die dunklere Zeit des Jahres.
Früher war die Ernte etwas sehr Sichtbares. Man sah, was auf den Feldern gewachsen war, lagerte Lebensmittel für den Winter ein und wusste ziemlich genau, wovon man in den nächsten Monaten leben würde. Unsere persönliche Ernte lässt sich nicht immer in einen Korb legen.
Sie kann ein Projekt sein, das endlich fertig geworden ist. Aber genauso kann sie darin bestehen, dass du eine schwierige Zeit überstanden hast, dir Hilfe geholt hast oder inzwischen schneller merkst, wenn dir etwas nicht guttut. Auch ein Gespräch, vor dem du dich wochenlang gedrückt hast, kann dazugehören. Und ja, manchmal ist die Ernte des Jahres auch einfach die Erkenntnis, dass man gewisse Dinge wirklich kein zweites Mal braucht.
Wir sind sehr gut darin, sofort das nächste Ziel zu suchen. Etwas ist erledigt und fünf Minuten später überlegen wir schon, was jetzt noch fehlt. Mabon dreht diese Reihenfolge für einen Moment um: Bevor du weitergehst, schau erst einmal hin, was du überhaupt schon geschafft, verstanden oder verändert hast.
Deine Ernte muss nicht beeindruckend aussehen
Das Wort Ernte klingt schnell nach Erfolg. Nach großen Entscheidungen, abgeschlossenen Projekten und Zielen, die sich hübsch zusammenfassen lassen. Das kann dazugehören, muss es aber nicht.
Manchmal bestand ein Jahr nicht darin, besonders weit nach vorne zu kommen. Manchmal ging es darum, irgendwie durchzukommen. Sich nach einer Enttäuschung wieder aufzurichten. Eine Beziehung neu zu sortieren. Mit weniger Energie hauszuhalten oder zu akzeptieren, dass ein Plan nicht aufgegangen ist.
Auch solche Zeiten hinterlassen etwas. Du hast vielleicht gelernt, früher um Hilfe zu bitten. Du weißt heute deutlicher, wo deine Grenzen liegen. Du hast gemerkt, wer wirklich bleibt, wenn es schwierig wird. Oder du hast endlich verstanden, dass Durchhalten nicht automatisch bedeutet, dass etwas richtig für dich ist.
Deine Ernte muss sich nicht gut verkaufen lassen. Sie muss nur für dich wahr sein.
Was soll mit in den Herbst und was nicht?
Zur Ernte gehört auch die Entscheidung, was aufbewahrt wird. Nicht alles bleibt erhalten und nicht alles muss mit in die nächste Jahreszeit genommen werden.
Das kann etwas Großes sein, zum Beispiel eine Aufgabe, eine Beziehung oder ein Plan, der nicht mehr zu deinem Leben passt. Häufig sind es aber viel unscheinbarere Dinge. Ein Termin, zu dem du jedes Mal nur aus Pflichtgefühl gehst. Eine Gewohnheit, die längst keine Freude mehr macht. Ein Chat, bei dem du schon beim Aufleuchten des Namens keine Lust mehr hast. Oder eine offene Aufgabe, die seit drei Monaten jeden Tag leise in deinem Hinterkopf wohnt und wahrscheinlich in zwanzig Minuten erledigt wäre.
Manches davon kannst du loslassen. Anderes braucht vielleicht eine Veränderung. Und einiges gehört weiterhin zu deinem Leben, benötigt aber endlich vernünftige Grenzen.
Du musst an diesem Tag nicht dein komplettes Leben aussortieren. Es reicht, wenn du eine Sache erkennst, die nicht noch einen weiteren Monat unverändert mitlaufen soll.
Die Sonne tritt in die Waage
Mit der Herbst-Tagundnachtgleiche beginnt astrologisch die Waage-Saison. Das passt ziemlich gut, denn die Waage wird mit Beziehungen, Fairness, Harmonie und dem Ausgleich zwischen verschiedenen Seiten verbunden.
Nach der Jungfrau-Zeit, in der es viel um Alltag, Ordnung und Routinen ging, richtet sich der Blick stärker auf unsere Verbindungen. Dabei geht es nicht nur um Partnerschaften. Auch Freundschaften, Familie, berufliche Beziehungen und der Umgang mit Menschen, die zuverlässig nur dann schreiben, wenn sie etwas brauchen, können jetzt deutlicher auffallen.
Die Waage möchte, dass beide Seiten gehört werden. Ihre Schattenseite besteht darin, so lange abzuwägen, bis aus einer kleinen Entscheidung beinahe ein eigenes Lebensprojekt geworden ist. Noch eine Pro-und-Contra-Liste, noch drei Meinungen einholen und sicherheitshalber den kompletten Chatverlauf der letzten sechs Monate analysieren. Man könnte ja ein wichtiges Detail übersehen.
Doch wirklicher Ausgleich entsteht nicht dadurch, dass Konflikte möglichst freundlich unter den Teppich geschoben werden. Er entsteht, wenn beide Menschen sagen dürfen, was sie brauchen.
Frag dich deshalb nicht nur, ob es in deinen Beziehungen friedlich ist. Frag dich auch, ob du darin ehrlich sein kannst. Darfst du widersprechen? Kannst du eine Grenze setzen, ohne sofort Angst zu bekommen, jemanden zu enttäuschen? Und gibt es Platz für deine Bedürfnisse oder hauptsächlich für deine Fähigkeit, Verständnis zu haben?
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Der Mond zur Tagundnachtgleiche
Am 23. September ist der Mond bereits deutlich zunehmend. Der Neumond in der Jungfrau vom 11. September liegt knapp zwei Wochen zurück und nur drei Tage nach der Tagundnachtgleiche folgt der Vollmond im Widder.
Dieser Vollmond erreicht am 26. September 2026 um 18:49 Uhr MESZ seinen Höhepunkt. Weil er der Herbst-Tagundnachtgleiche am nächsten liegt, wird er auch Erntemond genannt. Früher war dieser Name ganz praktisch gemeint: Das helle Mondlicht unterstützte die Menschen dabei, die Ernte abends länger einzubringen.
Auch symbolisch passt der Erntemond natürlich perfekt in diese Tage. Etwas wird sichtbar. Was sich seit dem Neumond entwickelt hat, kann deutlicher werden und ein Thema, das man bisher noch ganz gut zur Seite schieben konnte, möchte möglicherweise doch angeschaut werden.
Der Vollmond steht im Widder und bringt damit eine andere Stimmung als die ausgleichende Waage-Energie mit. Die Waage fragt, was für alle Beteiligten fair ist. Der Widder möchte wissen, was du selbst eigentlich willst. Beides ist wichtig. Wer nur an sich denkt, übersieht andere. Wer dagegen immer nur schaut, dass es allen gut geht, verliert irgendwann den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen.
Die Tage zwischen Tagundnachtgleiche und Vollmond können deshalb gut dafür sein, genau dort hinzuschauen. Wo brauchst du mehr Rücksicht und wo brauchst du endlich ein bisschen weniger davon?
Wenn du besser verstehen willst, wie die einzelnen Mondphasen zusammenwirken, hilft dir diese Übersicht: Mondphasen verstehen.
Diese Fragen kannst du mitnehmen
Du musst aus der Herbst-Tagundnachtgleiche keine große Selbstfindungsaktion machen. Manchmal reicht eine gute Frage beim Spaziergang oder ein Gedanke, den man beim Tee nicht sofort wieder mit dem Handy wegwischt.
Schau einfach, bei welcher dieser Fragen du kurz hängen bleibst:
- Was ist in diesem Jahr gewachsen, das ich bisher kaum gewürdigt habe?
- Was habe ich geschafft, obwohl es für andere vielleicht klein aussieht?
- Welcher Bereich meines Lebens kostet im Moment unverhältnismäßig viel Kraft?
- Wo gebe ich regelmäßig mehr, als ich zurückbekomme?
- Was möchte ich aus dem Sommer bewahren?
- Welche Aufgabe würde mir sofort Erleichterung bringen, wenn ich sie endlich erledige?
- Was mache ich nur noch aus Gewohnheit oder schlechtem Gewissen?
- In welcher Beziehung fehlt ein ehrliches Gespräch?
- Wann habe ich mich zuletzt wirklich ausgeruht, ohne dabei nebenbei irgendetwas zu erledigen?
- Was soll sich in diesem Herbst leichter anfühlen?
Du brauchst nicht auf jede Frage eine Antwort. Wenn eine davon unangenehm treffend war, hast du wahrscheinlich schon die richtige gefunden.
Ein Ritual zur Herbst-Tagundnachtgleiche und zu Mabon
Für das Ritual brauchst du eine Kerze, Papier, einen Stift und etwas Herbstliches wie einen Apfel, eine Kastanie oder ein schönes Blatt. Am besten machst du es am Abend des 22. oder 23. September. Wenn das nicht passt, ist ein anderer ruhiger Abend rund um die Tagundnachtgleiche genauso in Ordnung.
1. Deine Ernte
Zünde die Kerze an und schreib drei Dinge auf, die seit Jahresbeginn in deinem Leben gewachsen sind. Das können Erfolge sein, aber auch Erkenntnisse, Entscheidungen oder schwierige Zeiten, die du überstanden hast.
2. Deine Balance
Teile ein Blatt in zwei Seiten. Links notierst du, was dir gerade Kraft gibt. Rechts kommt alles hin, was dich regelmäßig Kraft kostet. Schau dir beide Seiten an und wähle eine Sache, die du in den nächsten Wochen verändern möchtest.
3. Was zurückbleiben darf
Schreib einen Satz darüber, was du nicht mit in den Herbst nehmen möchtest. Zerreiß das Papier anschließend oder entsorge es bewusst.
4. Dein Satz für den Herbst
Beende das Ritual mit den Worten:
Ich würdige, was gewachsen ist.
Ich bewahre, was mir Kraft gibt.
Ich lasse zurück, was nicht mehr zu mir gehört.
Affirmationen zur Herbst-Tagundnachtgleiche
Ich sehe, was ich in diesem Jahr getragen und geschafft habe.
Meine Ernte darf anders aussehen, als ich es erwartet hatte.
Ich darf empfangen und muss nicht immer nur geben.
Ich erkenne, wo mein Leben mehr Gleichgewicht braucht.
Ich lasse los, was unnötig schwer geworden ist.
Ich darf langsamer werden, ohne stehen zu bleiben.
Nicht alles muss mit mir in die nächste Jahreszeit gehen.
Meine Bedürfnisse dürfen Teil meiner Entscheidungen sein.
Auch Ruhe gehört zu meinem Weg.
Ich gehe bewusst und in meinem eigenen Tempo in den Herbst.
Kristalle zu Mabon
Zur Tagundnachtgleiche passen Kristalle, die Wärme speichern, erden und den Blick nach innen begleiten. Fünf Begleiter für die Mabon-Zeit:
Bernstein ist gespeichertes Sonnenlicht aus Jahrmillionen und damit der klassische Stein der Erntezeit. Er begleitet dich, wenn du die Wärme des Sommers bewahren und mit in den Herbst nehmen willst.
Citrin steht für Dankbarkeit und Lebensfreude. Er passt zu Schritt 1 und 2 des Rituals, wenn du deine Ernte bewusst würdigen möchtest, statt gleich zum Nächsten zu eilen.
Rauchquarz ist der Erdungsstein für Übergänge. Wenn dich die kürzer werdenden Tage eher schwermütig machen, hilft er dir, im Hier zu bleiben statt in Herbstmelancholie zu versinken.
Moosachat trägt die Farben der späten Wiesen in sich. Er steht für das langsame, organische Wachstum und erinnert dich daran, dass auch Ruhephasen Teil deiner Entwicklung sind.
Lapislazuli ist ein Stein der Klarheit und Wahrhaftigkeit. Er unterstützt dich bei den ehrlichen Gesprächen, die die Waage-Saison anstoßen kann, mit anderen und mit dir selbst.
Du kannst deine Kristalle während des Rituals in die Hand nehmen oder sie über die Mabon-Tage sichtbar auf deinen Herbsttisch legen. Wie du sie vorher energetisch klärst, liest du hier: Kristalle richtig reinigen und aufladen.
Hinweis: Kristalle sind Begleiter und Symbole, kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Beratung.
Fazit zur Herbst-Tagundnachtgleiche 2026
Die Herbst-Tagundnachtgleiche am 23. September 2026 markiert den astronomischen Herbstbeginn. Tag und Nacht stehen für einen kurzen Moment beinahe im Gleichgewicht, bevor die dunklere Hälfte des Jahres beginnt.
Daraus muss kein trauriger Abschied vom Sommer werden. Der Herbst hat schließlich auch einiges zu bieten: ruhige Abende, frische Luft, warmes Essen, weniger schlechtes Gewissen beim Drinnenbleiben und endlich wieder Temperaturen, bei denen man nicht schon vom bloßen Herumstehen schwitzt.
Vor allem verändert sich aber der Blick. Nach Monaten, in denen vieles nach außen gerichtet war, darfst du dich wieder mehr fragen, wie es dir in deinem eigenen Alltag eigentlich geht. Was hat dir dieses Jahr gebracht? Was möchtest du behalten? Was kostet zu viel Kraft? Und an welcher Stelle würde eine kleine Veränderung schon einen deutlichen Unterschied machen?
Du brauchst dafür kein perfektes Ritual. Eine Kerze, ein Blatt Papier und eine ehrliche Antwort reichen. Der Rest darf sich nach und nach zeigen.
Ich wünsche dir eine warme Herbst-Tagundnachtgleiche und einen Herbst, in dem nicht nur alles Platz bekommt, was erledigt werden muss, sondern auch das, was dir wirklich guttut.
Love, Mila
Über Mila
Mila ist die Gründerin von SoulGlow und begleitet seit Jahren Menschen auf ihrem Weg zu mehr Achtsamkeit und innerem Leuchten und verbindet in ihren Texten kosmisches Wissen mit Alltagsnähe. Mehr über SoulGlow.
Dein Sternzeichen kennst du. Dein Mondzeichen wahrscheinlich nicht.
Die Sonne bei deiner Geburt zeigt, wie du nach außen wirkst. Der Mond stand zur selben Stunde meist in einem anderen Zeichen. Er erzählt, wie du fühlst.
Mein Mondzeichen herausfindenDu brauchst dein Geburtsdatum, die Uhrzeit und den Geburtsort.
Häufige Fragen zur Herbst-Tagundnachtgleiche 2026
Wann ist die Herbst-Tagundnachtgleiche 2026?
Die Herbst-Tagundnachtgleiche findet am Mittwoch, den 23. September 2026 um 02:05 Uhr MESZ statt. Zu diesem Zeitpunkt beginnt auf der Nordhalbkugel astronomisch der Herbst.
Was ist die spirituelle Bedeutung der Herbst-Tagundnachtgleiche?
Spirituell steht die Herbst-Tagundnachtgleiche für Balance, Dankbarkeit, Ernte und den Übergang in die dunklere Jahreszeit. Sie ist ein guter Zeitpunkt, um das bisherige Jahr zu betrachten und zu entscheiden, was man bewahren oder loslassen möchte.
Sind Tag und Nacht bei der Tagundnachtgleiche genau gleich lang?
Tag und Nacht sind rund um die Herbst-Tagundnachtgleiche beinahe gleich lang, aber nicht überall exakt zwölf Stunden. Das liegt unter anderem an der Lichtbrechung in der Erdatmosphäre und an der Berechnung von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Was ist Mabon?
Mabon ist ein modernes spirituelles Jahreskreisfest zur Herbst-Tagundnachtgleiche. Der Name wurde in den 1970er-Jahren geprägt und ist keine unverändert überlieferte Bezeichnung eines alten keltischen Festes. Heute steht Mabon vor allem für Ernte, Dankbarkeit, Balance und die Vorbereitung auf die dunklere Jahreszeit.
Wann wird Mabon 2026 gefeiert?
Mabon wird rund um die Herbst-Tagundnachtgleiche gefeiert. Im Jahr 2026 findet diese am 23. September um 02:05 Uhr MESZ statt. Ein Ritual kannst du am Abend des 22. oder 23. September durchführen.
Welches Ritual passt zur Herbst-Tagundnachtgleiche?
Gut passt ein Ernte- und Balance-Ritual. Dabei schreibst du auf, was während des Jahres in deinem Leben gewachsen ist, was dir Kraft schenkt und was du nicht länger mit dir weitertragen möchtest.
Welche Kristalle passen zu Mabon?
Zur Herbst-Tagundnachtgleiche passen unter anderem Bernstein, Citrin, Rauchquarz, Moosachat und Lapislazuli. Sie werden mit Wärme, Dankbarkeit, Erdung, Wachstum und Klarheit verbunden.
Welche Mondphase ist zur Herbst-Tagundnachtgleiche 2026?
Am 23. September 2026 ist der Mond zunehmend. Am 26. September um 18:49 Uhr MESZ folgt der Vollmond im Widder. Weil er der Herbst-Tagundnachtgleiche am nächsten liegt, wird er auch Erntemond genannt.



