Vollmond im Stier – Bedeutung, Energie & Ritual

Was bedeutet der Vollmond im Stier? Sicherheit, Körper und Selbstwert, die Achse zwischen Festhalten und Loslassen und ein Ritual der offenen Hand.

  • Stier
  • Element Erde
  • Achse Stier – Skorpion
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    Du stehst vor dem Kleiderschrank und hältst einen Pullover in der Hand, den du seit drei Wintern nicht getragen hast. Er passt nicht mehr richtig, schön findest du ihn auch nicht, und trotzdem legst du ihn zurück. Nicht, weil du ihn brauchst. Sondern weil Weggeben sich anfühlt, als würde danach etwas fehlen.

    Kurz gesagt: Der Vollmond im Stier steht für die Frage, was dich wirklich trägt und was du nur festhältst. Der Mond steht im Erdzeichen Stier, das von Venus regiert wird. Die Sonne steht ihm aus dem Skorpion gegenüber. Deshalb geht es an diesen Tagen um Sicherheit, um deinen Körper und um den Wert, den du dir selbst gibst.

    In diesem Artikel:
    Quick Facts · Was bedeutet der Vollmond im Stier? · Die Stier-Skorpion-Achse · Themen, die jetzt hochkommen · Wenn Sicherheit zur Gewohnheit wird · Das Ritual der offenen Hand · Passende Kristalle · Affirmationen · Wann er stattfindet · Häufige Fragen

    Quick Facts: Vollmond im Stier

    Mondphase Vollmond im Stier
    Element Erde
    Herrscher Venus, Planet für Werte, Genuss und Beziehung
    Qualität Fix, also beständig und schwer aus der Ruhe zu bringen
    Achse Stier gegen Skorpion, also Festhalten gegen Loslassen
    Besonderheit Der Mond gilt im Stier als erhöht, Gefühle finden hier Ruhe und Halt
    Stellung im Tierkreis Das zweite Zeichen, zwischen Widder und Zwilling
    Themen Sicherheit, Körper, Genuss, Geld und Werte, Selbstwert, Festhalten
    Passende Kristalle Rosenquarz, grüner Aventurin, Moosachat, Karneol, Rauchquarz
    Wann In der Regel einmal im Jahr, solange die Sonne im Skorpion steht, also zwischen dem 23. Oktober und dem 22. November
    Gegenstück Neumond im Stier, ein halbes Jahr vorher

    Was bedeutet der Vollmond im Stier?

    Im Vollmondlicht siehst du, woran du dich festhältst, oft sogar mit beiden Händen.

    Venus, die Herrscherin dieses Zeichens, fragt nicht nach Zielen. Sie fragt, was dir guttut. Was sich weich anfühlt, was schmeckt, was bleibt. Das ist eine Stärke, solange es dich nährt. Es wird schwer, wenn du etwas nur noch behältst, weil es schon immer da war.

    In der klassischen Astrologie gilt der Stier als das Zeichen, in dem der Mond erhöht ist. Gemeint ist: Gefühle kommen hier zur Ruhe. Dieser Vollmond kommt deshalb ohne Paukenschlag, eher satt und schwer, wie ein langer Sonntag, an dem du eigentlich rausgehen wolltest.

    Seine Frage ist nicht, was du noch willst. Sie lautet: Was hast du schon, und was davon trägt dich noch?

    Die Stier-Skorpion-Achse: Festhalten und Loslassen

    Während der Mond im Stier Halt sucht, steht die Sonne gegenüber im Skorpion, dem Zeichen der Verwandlung. Deshalb fällt dieser Vollmond immer auf Ende Oktober oder November, in die Wochen, in denen die Bäume ihre Blätter loslassen.

    Der Stier steht für das, was dir gehört: dein Körper, deine Dinge, dein Geld, deine Ruhe. Der Skorpion steht für das, was du mit anderen teilst, und für das, was sich verwandeln will. Sicherheit ohne Wandel wird zum Stillstand, Wandel ohne Sicherheit zur Erschöpfung.

    Zu viel Stier heißt: Du hältst fest, was längst gehen dürfte, und nennst es Treue. Zu viel Skorpion heißt: Du willst plötzlich alles auf einmal loswerden und merkst erst hinterher, was dir fehlt.

    Probier es gleich aus: Woran hältst du gerade fest, obwohl du es nicht mehr magst? Wenn dir sofort etwas einfällt, bist du in diesen Tagen eher auf der Stier-Seite zu Hause.

    Diese Themen können jetzt hochkommen

    Nicht alles davon betrifft dich. Nimm, was sich bekannt anfühlt, und lass den Rest liegen.

    • Das Gefühl, nicht genug zu haben. Obwohl eigentlich alles da ist, was du brauchst.
    • Etwas, das Sicherheit gibt und gleichzeitig eng geworden ist. Eine Wohnung, ein Job, eine Gewohnheit.
    • Der Körper meldet sich. Du willst schlafen, draußen sein, in Ruhe essen, berührt werden. Das ist keine Faulheit.
    • Trostkäufe. Der Wunsch, dir etwas zu gönnen, damit sich etwas anderes nicht so laut anfühlt.
    • Die Frage nach deinem Wert. Im Job, in einer Beziehung, vor dir selbst.
    • Nähe, die sich nach Besitz anfühlt. Oder Besitz, der Nähe ersetzen soll.
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    Wenn Sicherheit zur Gewohnheit wird

    Genuss, Beständigkeit, Sinnlichkeit: Das liest du über den Stier überall. Spannender ist, wo Geborgenheit aufhört und Gewohnheit anfängt. Denn in beiden Fällen bleibst du, wo du bist, und es ist ruhig.

    Geborgenheit würdest du heute noch einmal wählen. Gewohnheit behältst du, weil Wählen anstrengend wäre. Das gilt für einen Pullover genauso wie für eine Verabredung jeden Donnerstag oder für eine Meinung über dich selbst, die du seit der Schulzeit mit dir herumträgst.

    Würdest du dich heute wieder dafür entscheiden, wenn du es noch nicht hättest? Heißt die Antwort ja, ist es Geborgenheit. Heißt sie nein, hältst du fest.

    Dieser Vollmond verlangt nicht, dass du alles umwirfst. Er zeigt dir, wo eine offene Hand leichter wäre als eine geschlossene. Hier setzt das Ritual an.

    Das Ritual der offenen Hand

    Die üblichen Vollmond-Rituale bleiben oft im Kopf. Den Stier erreichst du besser über den Körper. Deshalb schreibst du hier nicht nur, sondern hältst auch etwas in der Hand.

    Du brauchst: eine kleine Schale, einen Stein, der gut in der Hand liegt, Papier, einen Stift, eine Tasse Tee, dreißig Minuten ohne Bildschirm und, wenn du magst, eine Kerze. Gut eignet sich ein Rosenquarz, aber jeder Stein, der sich gut anfühlt, ist richtig.

    Erster Schritt, ankommen. Trink ein paar Schlucke Tee, langsam. Nimm dann fünf Dinge wahr: etwas, das du siehst, hörst, riechst, schmeckst und unter deinen Händen spürst. Erst wenn der Körper da ist, ist auch der Abend da.

    Zweiter Schritt, was mich trägt. Schreib drei Dinge auf, die dir Sicherheit geben und nichts kosten. Einen Menschen, einen Ort, eine Fähigkeit.

    Dritter Schritt, was ich nur festhalte. Schreib darunter eine zweite Liste mit drei Dingen, die du aus Gewohnheit behältst. Einen Gegenstand, eine Zusage, eine Erwartung an dich selbst.

    Vierter Schritt, die Hand öffnen. Nimm den Stein in die Hand und schließ sie fest. Denk an eine Sache aus deiner Festhalten-Liste und spür, wie viel Kraft das Festhalten kostet. Öffne die Hand dann langsam, bis der Stein nur noch auf der offenen Hand liegt. Leg ihn in die Schale.

    Fünfter Schritt, ein Versprechen. Wähle aus deiner Festhalten-Liste genau einen Punkt und schreib daneben, was du in den nächsten sieben Tagen konkret tust. Weggeben, absagen, aussprechen. Schnell ist der Stier nie, aber er hält, was er anfängt.

    Wenn du mit einer Kerze arbeitest: feuerfeste Unterlage, Abstand zu Papier und Vorhängen, die Flamme nicht unbeaufsichtigt lassen.

    Passende Kristalle zum Vollmond im Stier

    Kristalle sind bei uns Begleiter für die Aufmerksamkeit und kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Beratung. Was hier steht, sind gebräuchliche Zuordnungen aus der Steinkunde.

    • Rosenquarz gilt als Stein der Venus und wird oft genannt, wenn es um Selbstwert und einen freundlicheren Blick auf dich selbst geht.
    • Grüner Aventurin wird traditionell mit Zuversicht und Wachstum verbunden. Leg ihn neben dich, während du die erste Liste schreibst.
    • Moosachat steht in vielen Beschreibungen für Geduld und die Verbindung zur Natur, zwei sehr stierhafte Themen.
    • Karneol wird mit Lebensfreude und Genuss in Verbindung gebracht, also mit der hellen Seite der Venus.
    • Rauchquarz gilt als Begleiter beim Loslassen und steht damit für die Skorpion-Seite der Achse.

    Wenn du deine Steine zum Vollmond reinigen willst, findest du die passenden Methoden samt der Frage, welcher Stein Wasser überhaupt verträgt, in unserem Beitrag zum Reinigen und Aufladen von Kristallen.

    Affirmationen zum Vollmond im Stier

    Lies die Sätze langsam. Bei einem wirst du kurz schlucken, der gehört dir für diesen Monat.

    • Ich habe genug, und ich bin genug.
    • Ich darf behalten, was mich trägt, und weggeben, was mich nur beschwert.
    • Mein Körper darf langsam sein.
    • Meine Sicherheit wohnt in mir, nicht nur in dem, was ich besitze.
    • Ich darf mir Gutes tun, ohne es mir erst zu verdienen.
    • Veränderung darf in meinem Tempo passieren.

    Wann der Vollmond im Stier stattfindet

    Der Vollmond im Stier findet fast immer genau einmal im Jahr statt, und zwar in der Skorpion-Zeit Ende Oktober oder im November.

    Wir haben alle 2.486 Vollmonde zwischen 1900 und 2100 durchgerechnet: 203 davon standen im Stier. Das früheste Datum in diesem Zeitraum ist der 23. Oktober, das späteste der 22. November.

    Dass es mehr Stier-Vollmonde als Jahre gibt, liegt an einer knappen Rechnung. Die Skorpion-Zeit dauert knapp 30 Tage und damit ein wenig länger als die rund 29,5 Tage zwischen zwei Vollmonden. Deshalb fällt der Stier-Vollmond in keinem Jahr aus. Und wenn ein Vollmond in die ersten Stunden der Skorpion-Zeit fällt, passt an ihrem Ende noch ein zweiter hinein. So war es 1942 und 1961.

    Wenn du wissen willst, wie die Phasen insgesamt zusammenwirken, hilft dir diese Übersicht: Mondphasen verstehen. Was ein Vollmond grundsätzlich bedeutet, steht hier: Vollmond Bedeutung. Das Gegenzeichen des Stiers ist der Skorpion, die Gegenseite derselben Achse findest du beim Vollmond im Skorpion im Frühling. Und der Gegenpol im Jahreslauf ist der Neumond im Stier im Frühling, bei dem es um denselben Lebensbereich geht, nur am Anfang statt am Höhepunkt. Alle Seiten im Überblick findest du unter Neumond und Vollmond in den Sternzeichen.

    Dieser Vollmond gilt für alle. In welchem Zeichen dein eigener Mond bei deiner Geburt stand, ist dagegen nur deine Geschichte. Die erzählt dir dein persönliches Mond-Reading.

    Du willst nicht bei jedem Vollmond neu nachlesen, was gerade wirkt? Im SoulGlow Mond-Kompass E-Book findest du die Energien von Neumond und Vollmond in allen zwölf Sternzeichen, mit Reflexionsfragen und Ritualen zu jeder Phase.
    Über SoulGlow: Bei SoulGlow schreiben wir über Mondphasen, Astrologie und Kristalle so, wie wir selbst darüber lesen wollen: ohne große Versprechen, dafür mit Sorgfalt. Mondarbeit ist für uns eine Form der Selbstreflexion, die dem Alltag einen Rhythmus gibt.

    Häufige Fragen zum Vollmond im Stier

    Was bedeutet der Vollmond im Stier?

    Im Mittelpunkt steht die Frage, was dich wirklich trägt und was du nur festhältst. Der Mond steht im Erdzeichen Stier, das von Venus regiert wird, die Sonne ihm gegenüber im Skorpion. Deshalb zeigt dieser Vollmond, wo Sicherheit dich stärkt und wo sie zur Gewohnheit geworden ist.

    Welches Element und welchen Herrscher hat der Stier?

    Erde als Element, Venus als Herrscherin und eine fixe Qualität: Das macht den Stier beständig, genussfreudig und schwer aus der Ruhe zu bringen. Venus ist der Planet für Werte, Genuss und Beziehung. Sie fragt, was dir guttut und was du dir wert bist, und genau diese Frage wird bei Vollmond laut.

    Warum steht die Sonne beim Stier-Vollmond immer im Skorpion?

    Bei jedem Vollmond stehen Sonne und Mond einander im Tierkreis gegenüber. Dem Stier steht der Skorpion gegenüber, also fällt jeder Stier-Vollmond in die Skorpion-Zeit zwischen dem 23. Oktober und dem 22. November.

    Warum heißt es, der Mond sei im Stier erhöht?

    In der klassischen Astrologie hat jeder der sieben traditionellen Himmelskörper, Sonne und Mond eingeschlossen, ein Zeichen, in dem er besonders gut wirken kann. Für den Mond ist das der Stier, genau genommen der dritte Grad des Stiers. Gemeint ist, dass Gefühle hier Ruhe und Halt finden, statt hin und her zu springen.

    Kann es zwei Vollmonde im Stier in einem Jahr geben?

    Ja, das kommt selten vor, zwischen 1900 und 2100 nur 1942 und 1961. Ein Jahr ganz ohne Stier-Vollmond gibt es dagegen nicht. Der Grund: Die Skorpion-Zeit dauert knapp 30 Tage und ist damit etwas länger als die rund 29,5 Tage zwischen zwei Vollmonden. Es passt also immer mindestens einer hinein, und fällt der erste ganz an ihren Anfang, am Ende noch ein zweiter.

    Was kann ich am Vollmond im Stier tun?

    Langsamer werden und ausmisten. Schreib drei Dinge auf, die dich tragen und nichts kosten, und drei, die du nur aus Gewohnheit behältst. Wähle aus deiner Festhalten-Liste eine einzige Sache und nimm dir für die nächsten sieben Tage einen konkreten Schritt vor.

    Welche Kristalle passen zum Vollmond im Stier?

    Oft genannt werden Rosenquarz für Selbstwert, grüner Aventurin für Zuversicht, Moosachat für Geduld, Karneol für Lebensfreude und Rauchquarz für das Loslassen. Kristalle sind dabei Begleiter und kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Beratung.

    Was ist der Unterschied zum Neumond im Stier?

    Im Frühling, beim Neumond im Stier, legst du etwas an: einen Vorsatz, eine Gewohnheit, einen Plan für mehr Ruhe. Ein halbes Jahr später, beim Vollmond im Stier im Herbst, siehst du, was dich davon wirklich nährt und woran du nur noch festhältst.

    Und dein eigener Mond?

    Der Mond über uns allen erzählt viel. Dein Reading erzählt deinen.

    In welchem Zeichen und in welcher Phase der Mond bei deiner Geburt stand, was er über deine Gefühlswelt erzählt und wo du gerade stehst. Fünfzehn Kapitel, berechnet aus deinem Geburtsdatum, deiner Geburtszeit und deinem Geburtsort, persönlich gegengelesen.

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